Postkarte: Paulmichl
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von und mit:

Komposition:

am Klavier:
 

Regie:
Petra Afonin

Susanne Hinkelbein

Simone Witt /
Susanne Hinkelbein

Thomas Goritzki
Der Maler und Dichter Georg Paulmichl gilt seit seiner Geburt 1960 als geistig behindert. Seine eigene Meinung hierzu ist:
„Ich bin nicht behindert, ich kann reden.“
Die Wortbildungen von Georg Paulmichl verdichten auf ungewöhnliche Weise Sprache: Er verwendet Floskeln, Redewendungen, Elemente aus der Sprache der Politik, der Kirche, der Werbung, er komprimiert und verdreht sie.
Dadurch entsteht nicht nur eine andere Sicht auf unsere Wirklichkeit. Witzige Doppeldeutigkeiten und Absurditäten zeichnen seine Wort-Schöpfungen aus. Paulmichel bildet Wörter, die es eigentlich nicht gibt, die Texte zeigen seine eigenwillige Gedankenwelt

Petra Afonin hat ein abendfüllendes Programm mit Texten des Dichters zusammengestellt.

Die Theaterkomponistin Susanne Hinkelbein hat Paulmichl-Texte vertont – zum ersten Mal werden in dieser besonderen Theaterinszenierung die Texte des Dichters auch gesungen.

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Der Künstler Georg Paulmichl

Paulmichl schreibt über sich und sein Künstler-Sein:

Die Welt ist grau, durch die Farben wird sie schmackhafter.

Ich male, weil die Freude mich zum Malen zwingt...

Ohne die Kunst würde die Welt zum Unterhaltungsgesindel.

 

Pressestimmen:

Die Premiere versank im Applaus der „Bevölkerungsgattungen“, die sich teils ungläubig, teils haltlos lachend Paulmichls Prosa ausgeliefert sahen. ... Die Inszenierung setzt voll auf das Wort, spitz gesprochen von „La Afonin“. Die steckt in viel zu weiten Hosen, überhaupt hat ihr Auftreten etwas Chaplineskes, Kindliches, andererseits etwas grotesk Gravitätisches. „Meine Talente enden nie“, sagt Paulmichl, sagt also Afonin – und das Verblüffende ist: Es ist wahr.

(Ruhr-Nachrichten)

Petra Afonin porträtiert den humorigen Dichter zurückhaltend und sensibel. Im Mittelpunkt ihres Programmes „Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt“ stehen die Worte. Mal ernst, mal amüsiert vorgetragen. Mal werden sie in Kurt Weillscher Manier von Susanne Hinkelbein vertont, von der Schauspielerin ausdrucksstark gesungen. Dass Petra Afonin eine grosse Verehrerin von Georg Paulmichl ist, wird mit jeder Geste, mit jeder Pause, mit jedem Wort deutlich. Dem Publikum entdeckt sie einen Dichter, den, kennt man ihn nicht, es kennen zu lernen lohnt. „Im Rampenlicht der Bühne wird der Zuschauer bereichert.“ Und verlässt vergnügt die erste Vorstellung eines wohl unvermeidlichen Dauerbrenners.

(Monatsmagazin HEINZ)

Mit der Theaterkomponistin Susanne Hinkelbein hat Petra Afonin eine geniale Komponistin für Paulmichls außergewöhnliche Texte gefunden. Entstehen konnte so ein ganz besonderes Bühnenerlebnis. Waren bislang Paulmichls Texte durchaus schon bei Lesungen zu erleben, so hat Petra Afonin den Versuch unternommen, den Dichter mit den Mitteln des Theaters noch intensiver erfahrbar und durch die eigens komponierte Musik hörbar zu machen. ... Überaus geglückt ist dieses Bemühen, so dass mit „Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt“ ein Programm entstanden ist, das gleichermaßen überrascht und begeistert. Dem Dichter vor allem will Petra Afonin gerecht werden, allein seine Kunst wirken lassen und offenbart doch auch in ganz besonderem Maße ihr eigenes Überragendes künstlerisches Vermögen. Da hat Paulmichl, da hat das Publikum Glück gehabt, dass es Petra Afonin gibt.

(STADTSPIEGEL Bochum)

Petra Afonin hantiert zum Klavierspiel von Simone Witt so gekonnt und anrührend mit Georgs Wortschöpfkelle, dass man sich vergnügt damit „den Fresssack vollfuttern“ möchte.

(Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

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